Mit einer Plakatkampagne sucht das „Netzwerk Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ neue ehrenamtliche Vormunde.

Blickfang sind originelle Tätigkeitsbeschreibungen eines Vormunds wie „Zukunfts-Findungs-Navigations-Assistent*in“ oder „Badeerlaubnis-Verfassungs-Beauftragte*r“.  Die Plakate werden ab Anfang Oktober berlinweit zu sehen sein.

Vormund gesuch Kampagne

Das Werben um Ehrenamtliche ist nach wie vor nötig, wie Dietrich Koch, Leiter von XENION Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V., sagt: „Sobald das Thema nicht mehr im Fokus der Medien ist, sinkt auch die Zahl von potenziellen Ehrenamtlichen, obwohl der Bedarf nach wie vor groß ist. Dabei ist die Übernahme einer Vormundschaft für beide Seiten eine riesige Bereicherung: die Minderjährigen haben eine Person an der Seite, die zwar nicht die Eltern ersetzen kann, aber auf die sie vertrauen können und die sich für sie einsetzt. Die Vormunde und Vormundinnen erhalten Einblicke in andere Lebenswelten und können ganz konkret einem anderen Menschen helfen.“

Die ehrenamtlich Tätigen kümmern sich um die Wahl der Schule, unterstützen bei der Klärung des Aufenthaltsstatus, bei Gesundheitsfragen und bei anderen persönlichen Fragen. Das Netzwerk Vormundschaft schult, berät und begleitet sie dabei. An einer Vormundschaft Interessierte finden alle Infos unter www.netzwerk-vormundschaft.de.

Die Plakatkampagne ist in der diesjährigen „N8SCHICHT 2020“ entstanden. Dabei stellen Unternehmen der Kreativbranche in einer 8-Stunden-Nachtschicht gemeinnützigen Organisationen kostenlos ihr Know-how zur Verfügung.

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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